Arganöl kaufen – Darauf sollten Sie beim Kauf achten

Das flüssige Gold aus Marokko: Arganöl wird aus den fleischigen Früchten des seltenen Arganbaums gewonnen, der im Südwesten Marokkos wächst. Ihre Samen werden seit Jahrhunderten von Berber-Frauen in Handarbeit zu Öl verarbeitet. Das reichhaltige Arganöl wird nicht nur in der traditionellen Küche, sondern auch in der Medizin und Kosmetik verwendet. Mittlerweile ist seine gesundheitsfördernde Wirkung weit über Marokko hinaus bekannt und geschätzt. Erfahren Sie hier, was zu beachten ist, wenn Sie Arganöl kaufen.

Seltenheit hat ihren Preis

Arganöl ist im Vergleich zu anderen Speiseölen relativ teuer. Das liegt zum einen am begrenzten Vorkommen des Arganbaums. Diese Baumart gedeiht lediglich in Marokko und dort nur noch auf einer Fläche von 820.000 Hektar. Zum anderen ist die traditionelle Herstellung von Arganöl schonend, aber äußerst arbeitsintensiv. Die Seltenheit und Hochwertigkeit des Öls hat ihren Preis. Deshalb muss vor vermeintlichen Schnäppchen gewarnt werden. Gerade bei besonders günstigen Angeboten besteht die Gefahr, dass das feine Arganöl mit preiswerteren Ölen verschnitten wurde. Ein höherer Preis allein gibt jedoch noch keine Garantie für die Qualität eines Produkts. Deshalb sollten Käufer auf die genaue Kennzeichnung des Öls achten.

Arganöl kaufen: Auf Bio-Siegel und Zertifizierungen achten

Anerkannte Zertifikate sowie europäische und deutsche Bio-Siegel bieten eine gute Orientierung, wenn Sie Arganöl kaufen. Sie weisen darauf hin, dass Produzenten durch unabhängige Kontrollstellen regelmäßig geprüft werden. Sowohl der Einkauf als auch der Weiterverkauf von Erzeugnissen wird kontrolliert, damit Bio-Produkte bis zum Erzeuger zurückverfolgt werden können.

Über die Qualität eines Öls und seine Reinheit von der Herstellung bis zum Abfüllen erhalten Käufer jedoch nur bedingt Aufschluss. Deshalb ist und bleibt der Kauf von Arganöl eine Vertrauenssache. Lassen Sie sich im Zweifelsfall in Feinkostläden oder vom Händler von Öl-Spezialitäten über die Hersteller informieren. Vergleichen Sie im Internet sowohl Angebote als auch Anbieter, um sich mehr Gewissheit über die Qualität zu verschaffen. Wer mit Arganöl bereits vertraut ist, kann sich auch auf seinen Geschmackssinn verlassen.

Qualität, die man schmeckt

Das goldgelbe bis leicht rötliche Arganöl hat ein fein-nussiges Aroma. Wer es noch nicht kennt, kann im Einzelhandel die Möglichkeit nutzen, das edle Öl zu probieren und sich mit dem Geschmack vertraut zu machen. Seine charakteristische Note erhält das Öl durch die klassische Herstellung, bei der die Argansamen schonend geröstet werden. Durch das Rösten bei niedrigen Temperaturen bleiben die Wirkstoffe in den Samen erhalten. Marokkaner benutzen in der Küche traditionell das Arganöl aus gerösteten Samen.

Naturkosmetik: klassisch oder nativ?

Wenn Sie natives Arganöl kaufen, fehlt das typische Röstaroma. Wegen seines milden Dufts wird das kalt gepresste Öl aus den naturbelassenen Argansamen zumeist in Kosmetika verwendet. Mittlerweile bieten viele Hersteller von Kosmetikprodukten Cremes, Körperbutter oder Lippenbalsam auf Basis von Arganöl. Doch auch das reine Öl kann zur Pflege von Haut, Haaren und Nägeln verwendet werden. Ob klassisch oder nativ ist da eine Frage des Geschmacks. Das im Handel erhältliche reine Speiseöl ist für den kosmetischen Gebrauch hervorragend geeignet.

Bei verarbeiteten Produkten können Verbraucher die Qualität der verwendeten Öle kaum erkennen. Deshalb wenden sich viele zuerst an die Marke ihres Vertrauens, um Produkte mit Arganöl auszuprobieren. Achten Sie beim Kauf auf Siegel zur Kennzeichnung echter Naturkosmetik und auf die Verwendung von zertifiziertem Arganöl aus kontrolliert biologischem Anbau. Im Bereich der Naturkosmetik gibt es viele verschiedene Siegel, die leider sehr unterschiedliche Anforderungen an die Kosmetika stellen. Erfahrene Kunden werfen einen genauen Blick auf die deklarierten Inhaltsstoffe, denn Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau werden meist extra gekennzeichnet.

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