Fair Trade – Öko-Mode liegt im Trend

stylische Fair Trade Mode

fairtrade banane

Fair Trade Banane

Bio-Lebensmittel liegen schon lange im Trend. Ein nachhaltiger Anbau und eine ökologisch vertretbare Behandlung von Obst, Gemüse und Getreide sind nicht nur im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes, sondern auch der eigenen Gesundheit. Kein Wunder also, dass sich der Öko-Gedanke längst nicht mehr nur auf den Bereich Ernährung erstreckt: Auch die Nachfrage nach Öko-Bekleidung steigt insbesondere in Europa stetig an. Im Fokus stehen dabei nicht nur entsprechende Materialien, sondern auch eine ethisch verantwortbare Behandlung der Arbeiter in der Herstellung.

„Öko-Kleidung“ – was bedeutet das genau?

Die Begriffe „Bio“ und „Öko“ sind heute in unterschiedlichen Bereichen des Lebens zu finden. Von Lebensmitteln über Kosmetik bis hin zu Möbeln werden entsprechende Produkte nicht mehr nur in Reformhäusern und reinen Bio-Läden angeboten, sondern erreichen längst eine größere Zielgruppe. Auch die Bekleidungsbranche zieht nach und bietet vermehrt Kleidungsstücke mit Bio- oder Öko-Label an. Damit setzen die Produzenten ein Zeichen gegen die ansonsten noch häufig vorherrschende Wegwerf-Mentalität und Dumping-Preise, die meist auf Kosten der Arbeiter in den Herstellungsländern gehen. In diesem Sinne bezieht sich die Bezeichnung „ökologisch“ bei Kleidungsstücken nicht nur auf die verwendeten Materialien, sondern auf den gesamten Herstellungsprozess. In diesem Sinne ist ökologisch immer auch gleichbedeutend mit Fair Trade und verbindet umweltfreundlich mit sozial fair. Ein reines „Bio“-Label bedeutet dagegen meist nur, dass eines oder mehrere Materialien aus zertifiziert biologischem Anbau stammen. Der restliche Verarbeitungsweg kann sich dennoch wenig ökologisch gestalten.

Die Vorteile von Öko-Bekleidung liegen auf der Hand: Sowohl die Umwelt als auch die Arbeiter profitieren nachhaltig. Kinderarbeit, Ausbeutungen und Raubbau an den benötigten Rohstoffen gehören damit der Vergangenheit ab, ebenso wie gesundheitsgefährdende Chemikalien und Schadstoffe. Mit diesem Bewusstsein wächst auch die Nachfrage nach entsprechenden Kleidungsstücken. Aktuell fristen Ladengeschäfte, die Öko-Kleidung führen, leider trotz allem noch ein Nischendasein und sind besonders außerhalb der großen Städte eher schwer zu erreichen. Ein Schwerpunkt der Produzenten und Verkäufer liegt daher auf dem Online-Geschäft, da auf diese Weise eine größere Zielgruppe erreicht werden kann.

Auf diese Label sollten Käufer achten

Wer auf der Suche nach ökologisch hergestellter Bekleidung ist, steht nicht selten vor der Frage, ob bei den angebotenen Produkten auch wirklich das drin ist, was das Label verspricht. Einige Siegel beziehen sich ausschließlich auf die Materialien und geben wenig Auskunft über die restlichen Herstellungs- und Verarbeitungswege. Trotz guter Vorsätze kann das Vorhaben, ein umweltfreundliches und ethisch vertretbares Produkt zu erwerben, daran scheitern, dass etwa Bio-Baumwolle verwendet wird, beim Fertigungsprozess aber schlechte Arbeitsbedingungen herrschen.

Um in Sachen Öko und Fair Trade auf Nummer sicher zu gehen, sollten Verbraucher daher beim Kauf von Kleidungsstücken darauf achten, dass diese eines der anerkannten Öko-Siegel enthalten. Diese bezeugen nach eingehender Prüfung, dass die jeweilige Firma und das Produkt selbst den Ansprüchen genügen, die an ökologisch gefertigte Kleidung gestellt werden. Folgende Siegel zertifizieren die Einhaltung eines ökologischen und somit auch sozial fairen Standards:

• Fair Wear Foundation
• Oeko-Tex Standard 100
• Global Organic Textile Standard (GOTS)
• IVN zertifiziert Best Naturtextil
• Fair for Life
• Der Blaue Engel
• Earth Positive

Tipp: Wer sich mit der Thematik rund um die ökologische Kleidung beschäftigt, wird feststellen, dass die Bekleidungsbranche zu großen Teilen noch sehr undurchsichtig ist und viele Firmen in diesem Bereich nur wenige bis gar keine Informationen herausgeben. Mit den oben erwähnten Siegeln sind Verbraucher aber auf der sicheren Seite und können davon ausgehen, tatsächlich ein sozial faires und umweltfreundliches Produkt zu erwerben. Übrigens: Nicht nur der Kauf von Öko-Kleidung wirkt sich positiv auf die Umwelt aus, sondern auch der bewusste Konsum. Weniger ist mehr lautet hier das Stichwort. Wenn es aber doch mal eine neue Jeans oder ein Pullover sein soll, können auch tolle Öko-Kleidungsstücke zu günstigen Preisen erworben werden: Auf warten regelmäßig attraktive Gutscheine und Rabatt-Aktionen.